Wem nützt Psychotherapiewissenschaft?
Über Akademisierungspolitik, Einheitspsychotherapie und die Bedeutung eines jungen Wissenschaftsfachs für die akademische Zukunft der schulenbasierten Psychotherapie
DOI:
https://doi.org/10.30820/1664-9583-2026-1-63Schlagworte:
Akademisierung, akademische Psychotherapie, schulenbasierte Psychotherapie, Einheits-Psychotherapie, Psychologie, Psychotherapiewissenschaft (PTW), Therapieschulen, Standardisierter Therapieschulendialog (TSD), Sigmund Freud PrivatUniversität (SFU)Abstract
Das neue österreichische Psychotherapiegesetz (2024) verlangt die akademisch-wissenschaftliche Fundierung der Psychotherapie über die institutionelle Anbindung an Universitäten. Psychotherapie kann in unterschiedlichen Universitätsfächern akademische Verankerung finden, wie z. B. in den etablierten Fachgebieten Psychologie, Medizin, Bildungswissenschaft etc. oder eben im jungen Fach Psychotherapiewissenschaft (PTW). Der Artikel beleuchtet einerseits schlaglichtartig die akademisierungspolitischen Strategien und Tendenzen im deutschsprachigen Mitteleuropa (DACH) und spannt damit einen Diskussionsrahmen auf, im Zuge dessen immer deutlicher ein dominanter Trend heraussticht, den man betiteln könnte «Von der schulenbasierten Psychotherapie zur Einheits-Psychotherapie». Andererseits wird eine alternative Akademisierungsdynamik vorgestellt, die in die entgegengesetzte Richtung wirkt und sich um die wissenschaftliche Sicherstellung der Therapieschulenvielfalt bemüht. Psychotherapie muss sich entscheiden, ob sie sich mittelfristig in eine vereinheitlichte Disziplin transformieren oder sich weiterhin als eine polymorphe Wissensund Praxiskultur selbstverstehen möchte. Im zweiten Fall wird Psychotherapie grosse Unterstützung in der PTW finden.
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