Zwischen Zählen und Verstehen
Ein operationalisiertes Brückenverfahren an der Schnittstelle zweier sich scheinbar widersprechender Forschungsparadigmen
DOI:
https://doi.org/10.30820/1664-9583-2026-1-53Schlagworte:
Assoziation, Assoziationsexperiment, Begegnung, Beziehungskomplexität, Brückenverfahren, Methodenpluralismus, Psychotherapieforschung, qualitativ, quantitativ, WortassoziationstestAbstract
In der empirischen Psychotherapieforschung löst sich der polarisierte Methodenstreit zwischen qualitativen und quantitativen Ansätzen zunehmend zugunsten der Kombination von Perspektiven auf. Statt auf die Verbindung ideologisch gegensätzlicher Verfahren wie bei Mixed-Methods-Designs zu setzen, wird in diesem Beitrag eine Forschungslogik vorgeschlagen, in der Zählen und Verstehen innerhalb einer einzigen Versuchsanordnung zusammenwirken. Das Assoziationsexperiment hingegen steht zwischen den scheinbaren Gegensätzen des Messens und des Verstehens und integriert in dieser Hinsicht wesentliche Aspekte beider Traditionen in einem einzigen Verfahren. Dabei werden individuelle Subjektivität, kollektive Deutungsmuster und formale Kriterien durch besondere Vorgaben miteinander verschränkt. Exemplarisch wird gezeigt, wie die Vermessung von Begegnung über Assoziationen als Bindeglied zwischen den Denkweisen Profil gewinnt und sich neue Anschlussmöglichkeiten für Psychotherapieforschung, Ausbildung und Praxis sowie transdisziplinäre Perspektiven eröffnen.
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