High resolution psychotherapy research durch KI-gestützte Prozessanalyse
Ein Paradigmenwechsel in der Psychotherapieforschung
DOI:
https://doi.org/10.30820/1664-9583-2025-1-29Schlagworte:
Künstliche Intelligenz, Erkenntnistheorie, Emotionserkennung, affektive Datenverarbeitung, klinische Überwachung, Psychotherapie, Psychiatrie, neue MethodenAbstract
Die Psychotherapieforschung erlebt durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) einen grundlegenden Paradigmenwechsel. Während Paul Ekmans Arbeiten zur Emotionserkennung auf der Beobachtung und manuellen Kodierung von Mimik basierten, ermöglicht KI heute eine automatisierte, multimodale Analyse von Sprache, Mimik, Gestik und emotionaler Dynamik. Diese Technologien erlauben erstmals eine beinahe vollständige Erfassung, Dokumentation und Analyse gesamter Therapiesitzungen in Echtzeit. Der Beitrag untersucht den Übergang von Ekmans methodischem Ansatz zur KI-gestützten «Totalerhebung» und analysiert die wissenschaftlichen sowie klinischen Implikationen. Besonderes Augenmerk wird auf die Chancen gelegt, die sich aus der hochauflösenden Echtzeitanalyse therapeutischer Prozesse ergeben, sowie auf die Risiken im Hinblick auf Datenschutz und ethische Standards. Abschliessend wird diskutiert, wie durch Anonymisierung und strenge Sicherheitsmassnahmen ein verantwortungsvoller Umgang mit sensiblen Therapiedaten gewährleistet werden kann, um die Potenziale dieser Technologien voll auszuschöpfen. Künstliche Intelligenz, Erkenntnistheorie, Emotionserkennung, affektive Datenverarbeitung, klinische Überwachung, Psychotherapie, Psychiatrie, neue Methoden
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