Autismus beim Kleinkind
Herausforderungen und Chancen
DOI:
https://doi.org/10.30820/1664-9583-2025-1-41Schlagworte:
Autismus-Spektrum-Störung, soziale Orientierung, Eye-Tracking, Frühintervention, EntwicklungstrajektorienAbstract
Einer der führenden theoretischen Ansätze geht davon, dass Autismus durch eine verringerte Orientierung an der sozialen Umwelt gekennzeichnet ist. Dieses reduzierte Interesse an der sozialen Welt macht sich bei Kleinkindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) bereits in den ersten Lebensmonaten bemerkbar. Das Kind mit Autismus geht also nicht den typischen Entwicklungsweg und lernt nicht unter vollständiger Einbeziehung des sozialen Kontexts. Es zeigt stattdessen eine andersartige Entwicklungstrajektorie. Diese Entwicklung verläuft zudem bei jedem Kind individuell, denn Autismus ist durch ein überaus heterogenes Erscheinungsbild gekennzeichnet. In Bezug auf die Intervention fand in den letzten zwei Jahrzehnten ein Paradigmenwechsel statt. Die heutzutage wissenschaftlich am besten validierten Interventionen zielen nicht darauf ab, eine künstliche Lernumgebung zu schaffen, sondern das Kind bei seiner eigenen Motivation abzuholen und schrittweise sein soziales Interesse aufzubauen, da dies ein wesentlicher Faktor für den Fortschritt ist. Frühzeitig begonnen und möglichst intensiv umgesetzt, stellen diese Interventionen eine Chance dar, die nicht ungenutzt bleiben sollte – insbesondere für Kinder, die ohne diese Unterstützung ihr Potenzial nicht voll entfalten könnten.
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