Psychotherapie als Textmedizin

Versuch über ein allgemeines Funktionsparadigma

Autor/innen

  • Kurt Greiner

DOI:

https://doi.org/10.30820/1664-9583-2024-1-9

Schlagworte:

Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft, Textwissenschaft, Textmedizin, Funktionsparadigma, Psychotherapie, Hermeneutik, subjektives Erleben, Leidenstext, Leidenstextkompetenz, Leidenstext-Selbstmanagement

Abstract

Im Rahmen des vorliegenden psychotherapiewissenschaftstheoretischen Experiments wird psychotherapeutische Praxis modalitätenübergreifend als auf Text bezogene Heilkunst interpretiert. Diesem Versuch über ein allgemeines Funktionsparadigma, der als Diskussionsangebot gedacht ist, liegt dabei die Prämisse zugrunde, dass der psychotherapeutische Gegenstand «subjektives Erleben» ist, das sich sowohl in verbalem als auch nonverbalem «Text» artikuliert, der wiederum verstanden werden will. Zuvor aber muss der philosophische Diskurskontext skizziert werden, der sich seit über 100 Jahren um die Streifrage dreht, welche Art von Wissenschaft die Psychotherapie repräsentiert: Naturwissenschaft oder Geisteswissenschaft? Immerhin lässt sich die textwissenschaftliche Lesart von Psychotherapie nur vor diesem Hintergrund schlüssig verstehen, da sie in diese Diskussion eingebettet ist.

Autor/innen-Biografie

Kurt Greiner

Kurt Greiner ist Professor für Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien. Seit 2007 lehrt und forscht er auf den Gebieten der Psychotherapiewissenschaftstheorie und der Experimentellen Psychotherapiewissenschaft (Psychotextologie).
009-017 31250

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Zitationsvorschlag

Greiner, K. (2024). Psychotherapie als Textmedizin: Versuch über ein allgemeines Funktionsparadigma. Psychotherapie-Wissenschaft, 14(1), 9–17. https://doi.org/10.30820/1664-9583-2024-1-9