Auf der Suche nach den chinesischen Charakteristika

Annette Hillers-Chen

Abstract


Psychotherapie nach ‹westlichem› Muster ist in China zu einem florierenden Markt geworden. Beim derzeitigen Stand von Psychotherapie in der Volksrepublik ist es kaum möglich zu entscheiden, welche Ansätze sich durchgesetzt hätten oder besser bzw. schlechter zu China passten, zumal die allgemeinen Erörterungsversuche basierend auf abstrakten Dichotomien und den drei Klassikern Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus das heutige komplexe, veränderungsschnelle Gebilde genannt China immer schlechter abbilden können. Eine Verortung ‹chinesischer Charakteristika› kann leicht ad absurdum geführt werden. Ein Ausweg besteht darin, die Komplexitäten und das konkrete Handeln im Feld wieder mehr in den Vordergrund zu rücken und den reziproken Prozess des Sich-miteinander-aneinander-Reibens an sich nicht als Kulturierungsversuch einer Therapieform an China zu verstehen, sondern als beidseitigen Veränderungsprozess, das heisst Kulturierung und Rekulturierung einer Therapieform als Ganzes. Die Frage nach den chinesischen Charakteristika wird dabei nebensächlich.

Schlagworte


Psychotherapie; chinesische Charakteristika; Kulturierung; Indigenisierung; Volksrepublik China

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DOI: https://doi.org/10.30820/8243.01

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