Editorial

https://doi.org/10.30820/2504-5119-2020-1-3

Die Beiträge in diesem Heft zeigen, wie vielfältig in diesen Tagen die Herausforderungen an unseren Beruf sind.

Dazu zählen anstehende berufspolitische Veränderungen, die uns herausfordern; vor allem auch die harte (und in dieser Form unerwartet heftige) Debatte mit einem Teil der Psychiatrie-Gilde.

Dazu zählt auch das neuartige Coronavirus. Insbesondere in den Berichten aus der frankophonen Schweiz und im Beitrag «Psychotherapie in Zeiten der COVID-19-Pandemie» wird beschrieben, welche neuen, unerwarteten Herausforderungen auch für unseren Beruf entstanden sind. Es handelt sich um erhebliche Umstellungen, die Praktizierende und Therapiesuchende von heute auf morgen bewältigen mussten. Diese Beiträge lesen Sie in der Rubrik «Aktuelles».

Im Bereich der Forschung stellen sich ebenfalls Herausforderungen für die Praxis. Dazu können Sie den Bericht über eine EAP-Tagung in Wien zum Thema «Initiating Practice Related Re­search» lesen, wie auch die zwei Buchbesprechungen von Herausforderungen der Psychotherapie und Essentials der Psychotherapie.

Wie immer enthält das Heft in der Rubrik «Psychotherapie international» auch einen Bericht zu den EAP-Meetings, wo Herausforderungen zur Berufsregelung auf europäischer Ebene diskutiert wurden.

Marianne Roth nimmt in der Rubrik «Debatte» das Thema des Anordnungsmodelles wieder auf und betont: «Jetzt oder nie».

Daran, dass Psychotherapie nicht in einem rechtsfreien Raum stattfindet, erinnert der umfangreiche Beitrag von Felix Tobler in der Rubrik «Fokus». Zwar sind wir alle ja eigentlich mit der rechtlichen Einbettung unseres Berufes vertraut, doch so ganz genau, und wo was verankert ist, wissen dann wohl doch nicht alle. Wir baten deshalb den Rechtsanwalt, aus seiner Sicht dieses Feld auszuleuchten. Herausgekommen ist eine gut verständliche Übersicht, die auch dazu geeignet ist, als Vademecum aufbewahrt zu werden.

Um den Landesregionen adäquates Gewicht zu geben, haben wir diesmal für die Rubrik «Nachgefragt» ein Interview mit einem Mitglied aus dem Tessin geführt.

Ein heisses Eisen für die Psychotherapie ist das Elektronische Patientendossier, das auch in unserem Berufsfeld eingeführt werden soll und nicht nur eine Herausforderung für die Praxis, sondern auch hinsichtlich der Berufsethik bedeutet. Marianne Roth bringt das Thema in der Rubrik «Wissen» zur Sprache.

Zwei weitere Buchbesprechungen und der Veranstaltungskalender runden das Heft ab.

Ich wünsche eine anregende Lektüre!

Peter Schulthess, Redaktionsleiter

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