Bericht der Präsidentin

Gabriela Rüttimann

Die diesjährige Mitgliederversammlung, die am 18. März im Berner Generationenhaus stattfand, war reich befrachtet. Ein ausführlicher Bericht dazu befindet sich in diesem Heft. Anlass zu reden gab einmal mehr die Akkreditierung, die nach wie vor viel Zeit beansprucht. Mein ausdrücklicher Dank geht an Peter Schulthess und Sandra Lutz, für die immense Arbeit, die sie bei der Überarbeitung der Unterlagen investiert haben und noch immer investieren. Vier der acht Institute, die sich dem Konzept ASP Integral angeschlossen haben, sind bereits bei der AAQ zur weiteren Überprüfung. Diese wird Expertenteams vor Ort einsetzen, um die Institutionen in Bezug auf die Gesetzgebung auf Herz und Nieren zu überprüfen. Als verantwortliche Organisation wird die ASP bei den Vor­ort-Überprüfungen stets präsent sein.

Registrierung unserer Mitglieder

Gegenwärtig sind wir mit dem Eintrag unserer Mitglieder ins Psychologieberuferegister (PsyReg) beschäftigt, was zufälligerweise mit dem Ausbau und der Aktualisierung unserer eigenen Datenbank zusammenfällt. Die Frage, ob es sinnvoll oder gar obligatorisch sei, sich ins PsyReg einzutragen, kann damit so beantwortet werden, dass alle eingetragenen PsychotherapeutInnen als eidgenössisch anerkannt gelten. Es ist also im Interesse jedes und jeder Einzelnen, sich eintragen zu lassen. Auf einer weiteren Ebene verlangt die Re-Akkreditierung unseres Verbands bei der European Association of Psychotherapy (EAP) nach einer Klassifizierung unserer Mitglieder. Wir wurden unter dem Vorbehalt akkreditiert, dass wir angeben müssen, in welcher psychotherapeutischen Methode unsere Mitglieder ihre Weiterbildung absolviert haben. All dies bedeutet, dass wir uns demnächst mit einer Umfrage an unsere Mitglieder wenden werden.

Bereit für Tarifverhandlungen

Die Untersuchung der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), die von der Tarifgruppe der drei Verbände in Auftrag gegeben wurde, ist abgeschlossen. Aus den Ergebnissen der aufwändigen Kosten- und Leistungserhebung bei praktizierenden PsychotherapeutInnen wurde aufgrund einer Modellpraxis der Tarif errechnet, der uns als Grundlage für allfällige Tarifverhandlungen liefert. Die Antwort von Bundesrat Alain Berset auf die Frage, ob das Delegationsmodell nun vom Anordnungsmodell abgelöst werden kann, steht nach wie vor aus und wurde für Frühjahr 2017 in Aussicht gestellt. Begründet wurde dies unter anderem mit zwei Studien, die vom BAG in Auftrag gegeben wurden und deren Ergebnisse man vorerst abwarten wolle. Die eine Studie ist bereits publiziert. Sie untersuchte die Versorgungssituation psychisch erkrankter Personen in der Schweiz und kam zu dem Schluss, dass insbesondere eine Unterversorgung in Randregionen sowie für Kinder und Jugendliche besteht. Die zweite Studie soll einen Vergleich psychotherapeutischer Versorgung zwischen der Schweiz und dem Ausland ziehen.

Jahr der Konsolidierung

Dieses Jahr wird geprägt sein von organisatorischen Arbeiten. Nach wie vor steht die vollständige Integration der Charta an. Das bedeutet, dass alle Reglemente neu angeschaut und überarbeitet werden müssen. Das Organigramm, das provisorisch erarbeitet wurde, wollen wir im Laufe des Jahres auf seine Funktionalität überprüfen. Es müssen Aufgabenbeschriebe erstellt und die Planung insgesamt angepackt werden. Schliesslich wird sich all dies auf die Statuten auswirken. Das heisst für die nächste Mitgliederversammlung, die für den 24. März 2018 anberaumt wurde, kommen einige Entscheidungen auf die Mitglieder zu.

Eine eigentliche Zäsur bedeutet der Rücktritt von Peter Schulthess als langjähriger Präsident der Charta. Seine Arbeit, seine Verdienste und seine herausragende Persönlichkeit wurden an der Mitgliederversammlung entsprechend gewürdigt. Mir bleibt, ihm ergänzend ebenfalls für seinen Beitrag zur Entwicklung der Psychotherapie in der Schweiz meinen grossen Dank auszusprechen. Da er uns im Vorstand weiterhin für einige Zeit erhalten bleibt, bin ich sehr erleichtert, meine Laudatio noch aufsparen zu können.

Gabriela Rüttimann, Präsidentin der ASP

gabi.ruettimann@psychotherapie.ch

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